EMAS-Auszeichnung für die Kirchengemeinde erneuert

Im Herbst 2014 hat das Umweltteam unserer Kirchengemeinde alle Unterlagen für eine Verlängerung der EMAS-Zertifizierung unserer Kirchengemeinde eingereicht. Am 15. Oktober wurden diese von Herrn Sperling als externem Auditor im Auftrag der Firma Deloitte überprüft. Im Rahmen dieser Validierung wurden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausführlich befragt und bei einem Rundgang wurden Gebäude, Grundstücke und technischen Anlagen der Kirchengemeinde in Augenschein genommen.
Am Ende konnte Herr Sperling uns bestätigen, dass wir als Kirchengemeinde auch weiterhin die Voraussetzungen für das EMAS-Zertifikat (EMAS steht für „eco-Management and Audit Scheme“) entsprechend den Richtlinien der EU erfüllen. Wir dürfen dieses „Gütesiegel“ für weitere drei Jahre bis zur nächsten Überprüfung tragen und sind stolz darauf.
Unsere Gemeinde sieht sich den vom Kirchengemeinderat beschlossenen Umwelt-Leitlinien verpflichtet. Sie konnte nun nachvollziehbar und ausreichend darlegen, dass sie beispielhaft und verantwortlich mit Ressourcen umgeht und so ihren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leistet.

Mit dem EMAS-Zertifikat erhält unsere Gemeinde automatisch auch das kirchliche Umweltsiegel „Grüner Gockel“, das in seinen Anforderungen gleichwertig ist.
Wir danken den Umweltbeauftragten Thomas Binder-Leube und Dr. Cora Burger ebenso wie allen anderen Mitgliedern des Umweltteams für ihren großen Einsatz.
Die Urkunden für EMAS von der IHK-Hochrhein-Bodensee und für den Grünen Gockel von der Evang. Landeskirche werden am Sonntag 19. April im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem
Kirchencafé an Michael Püngel als 1. Vorsitzenden der Kirchengemeinde überreicht.
Den Gottesdienst gestaltet das Umweltteam zum Thema „Plastikmüll – Folgen und Alternativen“.

Dieser Gottesdienst am 19. April 2015 beginnt um 9.00 Uhr (bitte neue Anfangszeit beachten) in der Stephanuskirche in der Galileistr. 65. Wir uns freuen, wenn Sie dabei sein können.

Thomas Rumpf

Hinweis: Die Umwelterklärung und das Umweltprogramm der Kirchengemeinde können über die homepage www.rohr-duerrlewang.de eingesehen werden. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Druckversion beim Pfarrbüro anfordern.

Umweltbericht 2010

 

 

bitte hier öffnen

Unser Gottesdienst am 1.6.2014 zum Thema "Kleidung"

Ratgeber "Lust auf Mode- ökologisch und fair"

der besondere Link  

(Herausgeber: DEAB-Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg)

10 JahreUmweltteam - Der Gockel ist da...

 

 

Umweltschutz in Dürrlewang
Der Gockel ist da,
die Falken sollen noch kommen
Alexandra Kratz, 26.05.2014 15:00 Uhr
Cora Burger, die Leiterin des Umweltteams der Stephanusgemeinde , und Pfarrerin Heike Meder-Matthis (von links) wollen die Schöpfung bewahren und das Thema Umweltschutz nach außen tragen..Foto: Alexandra Kratz

 

Dürrlewang - Sie sei schon immer ein Öko-Fuzzi gewesen, sagt Cora Burger. In ihrer Familie sei der Umweltschutz seit jeher groß geschrieben worden. Und auf das Dach ihres Elternhauses baute ihr Vater schon in den 70er-Jahren eine Solaranlage. „Damals war das noch gar nicht in Mode, und es war gar nicht so einfach, die entsprechenden Bauteile zu bekommen“, sagt Burger. Ihr ist es ein Anliegen, das Thema weiterzutragen und auch andere auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen der Erde aufmerksam zu machen.

Umweltsiegel seit 2007

Als Kirchengemeinderätin erfuhr Cora Burger 2004 von dem „Grünen Gockel“ – ein Umweltsiegel, für das sich Kirchengemeinden bewerben können. Die engagierte Frau aus Dürrlewang gründete ein Umweltteam. Doch eine Zertifizierung strebte die Stephanusgemeinde damals noch nicht an. „Zu jener Zeit war bei uns gerade viel im Umbruch“, erklärt Burger. Sie selbst blieb aber am Ball und ließ sich beispielsweise zur Umweltauditorin ausbilden.

Als 2006 Claudia Kook als neue Pfarrerin in die Stephanusgemeinde kam und das Pfarrhaus saniert wurde, nahm das Umweltteam unterstützt vom Kirchengemeinderat die Zertifizierung mit dem Grünen Gockel in Angriff. „Das Pfarrhaus wurde gedämmt und bekam neue Fenster. Vorher waren die Scheiben im Winter oft von innen vereist“, sagt Cora Burger. Die Investition und die damit verbundenen Energieeinsparungen passten zu dem Projekt „Grüner Gockel“. 2007 zertifizierte die Evangelische Landeskirche die Stephanusgemeinde.

Der Kirchturm als Unterschlupf für ein Turmfalkenpaar

Seither hat sich viel getan. So wurde die Beleuchtung im Gemeindesaal erneuert. Dabei kamen moderne Energiesparlampen zum Einsatz. Bei der Modernisierung der Heizung entschied man sich für eine umweltfreundliche Pelletsanlage. Darüber hinaus habe es viele kleine Projekte gegeben, sagt Cora Burger. Das Umweltteam sammelt wiederverwendbare Materialien wie Korken und Handys. An den Bäumen rund um den Kirchplatz hängen Nistkästen für Vögel. Am Kirchturm befindet sich ein Unterschlupf für ein Turmfalkenpaar, das bislang aber noch auf sich warten lässt. Auch den Kindergarten hat das Umweltteam in das Projekt einbezogen. Um zertifiziert zu werden, muss die Gemeinde außerdem regelmäßig angeben, wie viel Strom, Wasser und Öl sie verbraucht hat.

Am Sonntag geht es um das Thema Bekleidung

Im Zuge der Fusion im vergangenen Jahr schlossen sich die Umweltteams der Stephanusgemeinde und der Laurentiusgemeinde zusammen. Es existieren aber weiterhin zwei Untergruppen. Im Herbst dieses Jahres will sich die fusionierte Gemeinde nach dem europaweiten Qualitätssiegel EMAS zertifizieren lassen.

„Es geht vor allem darum, den Blick zu schärfen und ein Bewusstsein für das Thema Umweltschutz zu schaffen“, sagt Pfarrerin Heike Meder-Matthis. Die Bewahrung der Schöpfung sei ein Grundanliegen von Kirche und Gemeinde. Darum unterstütze sie das achtköpfige Team bei seiner ehrenamtlichen Arbeit. Dazu gehört auch, dass die Gemeinde einmal im Jahr zu einem Schöpfungsgottesdienst einlädt. Am kommenden Sonntag geht es um das Thema Bekleidung. Denn auch die Frage, welche Kleidung wir tragen, habe viel mit Umweltschutz zu tun. „Es geht um gentechnisch- und pestizidbelastete Baumwolle und um den Umgang mit Wasser bei der Herstellung“, sagt Cora Burger. Aber auch die teils unwürdigen Arbeitsbedingungen werden thematisiert , unter denen die Kleider in anderen Ländern hergestellt werden.

 

 

Stuttgarter Nachrichten 31.5.2014