Kirchengemeinderat Rohr-Dürrlewang

Bei der Amtseinführung am Sonntag, 12. Januar in der Laurentiuskirche: Von links nach rechts: (hinten) Eberhard Birkert, Michael Püngel, Martin Rutkowski, Pfarrer Thomas Rumpf, Thomas Binder-Leube, Johannes Burkhardt, (vorne) Pfarrerin Heike Meder-Matthis, Kirchenpflegerin Simone Hungerbühler, Judith Mack, Jenny Berger, Ute Sieglen, Dr. Tilmann Ludwig, Andisheh Rafiei, Sabine Vedder

Mitglieder Kraft Amtes:

Pfarrer Thomas Rumpf - Geschäftsführung, 2. Vorsitzender
Pfarrerin Heike Meder-Matthis
Simone Hungerbühler - Kirchenpflegerin

folgende Mitglieder wurden am 1.12.2019 gewählt (nach Stimmenzahl):

Johannes Burkhardt
Michael Püngel - 1. Vorsitzender
Martin Rutkowski
Jenny Berger
Thomas Binder-Leube
Judith Mack
Eberhard Birkert
Dr. Tilmann Ludwig
Sabine Vedder
Andisheh Rafiei
Ute Sieglen.

Der Kirchengemeinderat in der Partnergemeinde im Kirchspiel Friedelshausen/Thüringen

© S.Abrell

© M.Johna

© S. Abrell

© M. Johna

© S. Abrell

Sein jährliches Klausurwochenende verbrachte der Kirchengemeinderat im Oktober in der Partnergemeinde in Thüringen. Die Anfahrt am Freitag war (ganz wörtlich) etwas holprig wegen einer Reifenpanne auf der Autobahn. Als wir abends dann im Bürgerhaus von Friedelshausen ankamen, erwartete uns ein festliches Büfett und ein anregender und heiterer Gesprächsabend mit den dortigen Gemeindekirchenräten.

Von außen erscheint die Welt dort in der südlichen Rhön ziemlich heil zu sein. Idyllische Dörfer und die berühmten Thüringer Dorfkirchen, landschaftlich reizvoll und jedem ruhesuchenden oder kulturinteressierten Urlauber zu empfehlen. Es gibt wenige Gebiete in Deutschland, wo wie dort noch 2/3 der Bevölkerung der Evangelischen Kirche angehören. Und mittlerweile gibt es eine Trendwende bei der in der Region noch vor einigen Jahren beklagten Landflucht und dem damaligen Rückgang der Geburtenquote. Für uns als Stuttgarter verwunderlich war, dass Ökumene und Asylfragen dort gar kein Thema sind. Die Erklärung ist einfach: es gibt am Ort schlicht keine Katholiken oder Flüchtlinge.

Dafür aber gibt es andere Sorgen und Herausforderungen. Weite Anfahrtswege zur Arbeit, einige pendeln sogar nach Hessen oder Bayern; Einkäufe müssen gut geplant sein, denn die alten Dorfläden existieren nicht mehr. Bei knapp 800 Gemeindegliedern kann für die Erhaltung der drei Kirchen in Friedelshausen, Hümpfershausen und Schwarzbach trotz vieler Eigenleistungen oft nur das dringend Notwendigste realisiert werden.

Am Samstag waren wir auf den Spuren Luthers in Erfurt unterwegs. In dieser geschichtlich bedeutenden und malerischen Stadt hat Martin Luther studiert und als Mönch im Augustinerkloster gelebt. Am Abend durften wir dann in der Partnergemeinde, genauer in der Schwarzbacher Kirche, ein Konzert des Schmalkaldener Madrigalchores erleben, stilvoll ausgeleuchtet von den Kronleuchtern mit zahlreichen brennenden Wachskerzen. Ein Weihnachtsgottesdienst dort muss ein echtes Erlebnis sein. Schließlich ist auch der Zimbelstern bei einer Orgel dort eine selbstverständliche Ausstattung und die Mosefigur unter der Kanzel ist ein einzigartiges Schmuckstück.

Mit einem feierlichen Abendmahlsgottesdienst am Sonntagmorgen verabschiedeten uns unsere Gastgeber. Gemeinsam hatten alle den Eindruck, dass es eine für das Miteinander und die Partnerschaft wichtige und weiterführende Begegnung war.

Und viele unserer Gastgeber versicherten, dass wir uns spätestens im nächsten Jahr zum Jubiläum „50. Gemeindefest“ am 23. September 2018 in der Laurentiuskirche in Rohr wieder begegnen.